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Grenzüberschreitender RisKLIM-Workshop in Unken

Beim RisKLIM-Folgeworkshop in Unken tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Unken, Ramsau und Schneizlreuth gemeinsam mit der Montanuniversität Leoben, GeoSphere Austria und dem Deutschen Wetterdienst darüber aus, wie sich Schneelast, Schneesaison und extreme Schneefälle im Klimawandel verändern – und welche Klimainformationen die Region für Vorsorge und Planung braucht.

Datum
Organisation

Wie verändern sich Schneelast, Schneesaison und extreme Schneefälle durch den Klimawandel – und welche Informationen braucht es vor Ort, um sich darauf vorzubereiten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden beim RisKLIM-Folgeworkshop am 29. Juni 2026 in Unken.

Im Rahmen des Interreg-Projekts RisKLIM – Risiko und Klimakommunikation im Alpenraum kamen erstmals Vertreterinnen und Vertreter aus den drei Pilotgemeinden Unken, Ramsau und Schneizlreuth zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Begleitet wurde der Austausch von der Montanuniversität Leoben, GeoSphere Austria und dem Deutschen Wetterdienst.

Nach einem Einblick in erste regionale Klimaprojektionen wurde an drei Stationen zu den Themen Schneelast, Veränderung der Schneesaison und extreme Schneefälle gearbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Frage, wie sich Schnee und Schneelast künftig verändern könnten, sondern vor allem, welche Informationen für konkrete Entscheidungen in der Region gebraucht werden.

Dabei zeigte sich unter anderem ein großer Bedarf an genaueren Aussagen für unterschiedliche Höhenlagen und Jahreszeiten. Besonders die Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst spielen eine wichtige Rolle – etwa im Zusammenhang mit Nassschnee, Schneebruch oder starken Schneefällen.

Auch die Anforderungen unterscheiden sich je nach Bereich: In der Forstwirtschaft und im Bauwesen sind beispielsweise konkrete Schwellenwerte von Bedeutung. Für die Land- und Almwirtschaft spielen Veränderungen der Schneedecke, Schneeschmelze und Wasserverfügbarkeit eine Rolle. Im Tourismus stehen unter anderem Saisonverlauf und Beschneiung im Fokus. Bei extremen Schneefällen wiederum geht es vor allem um Vorsorge, Eigenverantwortung und die Vorbereitung von Bevölkerung und Infrastruktur.

Die Ergebnisse des Workshops fließen nun in die weitere Projektarbeit ein. Ziel ist es, regionale Klimainformationen so weiterzuentwickeln, dass sie verständlich, praxisnah und für unterschiedliche Zielgruppen tatsächlich nutzbar sind.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für den engagierten Austausch und die wertvollen Erfahrungen aus der Praxis!