Die Region Pinzgau zeigt, wie viel möglich ist, wenn Gemeinden gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten. Trotz großer Distanzen, weitläufiger Täler und einer teilweise stark touristisch geprägten Infrastruktur entstehen im Pinzgau immer mehr Projekte für klimafreundliche Mobilität und lebenswerte Ortskerne.
Ein wichtiger Motor dafür ist die enge Zusammenarbeit der Gemeinden. In den beiden Klima- und Energiemodellregionen (KEM) Pinzgau Nationalparkregion und Saalachtal arbeiten insgesamt 28 Gemeinden gemeinsam an regionalen Lösungen – vom Ausbau nachhaltiger Mobilität bis zu Energie- und Klimaschutzmaßnahmen. Viele Projekte werden bewusst bezirksweit organisiert, um Synergien zu nutzen und effizienter zusammenzuarbeiten.
Mehr Raum für das Zu-Fuß-Gehen
Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Fußverkehrs. Mehrere Gemeinden im Pinzgau erarbeiten derzeit sogenannte Fußverkehrskonzepte. Dabei wird der gesamte Ort betrachtet: Wo sind wichtige Alltagswege? Wo fehlen sichere Verbindungen? Und wie können Ortskerne durch bessere Gehwege attraktiver werden?
Solche Konzepte helfen Gemeinden, Maßnahmen strategisch zu planen, von neuen Gehwegen über Sitzmöglichkeiten bis hin zu Begegnungszonen oder verkehrsberuhigten Bereichen. Ziel ist es, Orte lebenswerter zu gestalten und gleichzeitig klimafreundliche Mobilität zu stärken.
Erfahrungsaustausch in der Region
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist auch der Austausch zwischen den Gemeinden. So wurde gemeinsam mit der Gemeinde Unken eine Veranstaltung organisiert, bei der Erfahrungen zum Thema Fußverkehr in der Region geteilt wurden. Das Interesse war groß und weitere Gemeinden, darunter St. Martin bei Lofer und Saalfelden, griffen das Thema ebenfalls auf.
Auch gemeinsame Begehungen mit Expert:innen, Bürger:innen und Gemeindevertreter:innen sind ein wichtiger Teil des Prozesses. Dabei werden Wege aus einer neuen Perspektive betrachtet und Verbesserungsmöglichkeiten erkannt.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Gerade bei Infrastrukturprojekten spielt die Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Viele Wege führen über private Grundstücke oder betreffen mehrere Eigentümer:innen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig das Gespräch zu suchen und alle Beteiligten einzubinden. Offene Kommunikation und transparente Planung helfen, Verständnis zu schaffen und Projekte erfolgreich umzusetzen.
Kleine Schritte mit großer Wirkung
Die Erfahrung aus dem Pinzgau zeigt: Oft reichen bereits kleine Maßnahmen, um Veränderungen anzustoßen, etwa neue Wegweiser, Sitzbänke oder bessere Markierungen. Solche ersten Schritte können weitere Ideen anstoßen und Gemeinden motivieren, den Weg zu mehr klimafreundlicher Mobilität weiterzugehen.
Der Pinzgau zeigt damit eindrucksvoll, wie regionale Zusammenarbeit, Engagement vor Ort und gemeinsame Visionen dazu beitragen können, Klimaschutz und Lebensqualität gleichzeitig zu stärken.
Der vollständige Beitrag ist auf der Website von klimaaktiv zu lesen:
https://www.klimaaktiv.at/im-pinzgau-geht-was-voran
