Am 18. Juli 2025 fand am Gelände von Holzbau Herbst in Unken ein besonderer Workshop statt: 15 Teilnehmer:innen bauten unter fachkundiger Anleitung zehn Brunnen aus heimischem Holz der Saalforste, verstärkt mit Metallringen von Oberrainanderskompetent. Mit traditionellem Handwerk entstanden so robuste Brunnen, die künftig als öffentliche Trinkwasserstellen dienen.
Hintergrund des Projekts „Trinkwasserbrunnen“
Der Workshop ist Teil des Projekts „Trinkwasserbrunnen“, das im Rahmen der KLAR! Pinzgau umgesetzt wird. Ziel ist es, die Versorgung mit öffentlich zugänglichem Trinkwasser im Bezirk auszubauen und so die Bevölkerung an Hitzetagen zu entlasten. Bereits in der Konzeptphase wurde im Projekt „WaterStress“ die Wasserverfügbarkeit im Pinzgau untersucht. Die Ergebnisse bilden die Grundlage, um gemeinsam mit Gemeinden und Wasserversorgern ein Netz an Trinkwasserbrunnen zu planen und umzusetzen.
Verteilung der Brunnen
Von den zehn gefertigten Brunnen wurden acht an die Gemeinden Weißbach, Unken, Viehofen, St. Martin, Bruck, Taxenbach und Saalfelden übergeben und dort fachgerecht installiert. Zwei weitere Brunnen kamen auf Almen in der Region zum Einsatz.
Mehrwert für die Region
Die Brunnen leisten nicht nur einen Beitrag zur Klimawandelanpassung und Hitzeminderung, sondern fügen sich durch die traditionelle Bauweise aus Tannenholz harmonisch ins Landschaftsbild ein. Gleichzeitig wird das regionale Handwerk gestärkt und das Bewusstsein für nachhaltige Wassernutzung geschärft.
